1.1 Körperbau
Zum erkennen von Fischen, die in ihrer Gestalt sehr unterschiedlich sein können - denken wir nur an Plattfische, Haie oder Seepferdchen, sind genaue Bezeichnungen beim Körperbau eines Fisches sehr Wichtig.
Körperbereiche
Der Körperbereich eines Fisches wird in 3 Bereiche eingeteilt. Der Kopf reicht von der Maulspitze bis zum Kiemendeckel. Zum Kopf gehören Maul, Riechgruben, Augen, Kiemen mit Kiemendeckel und das Gehirn. Der Rumpf ist das Teil zwischen Kopf und After. Im unteren Bereich des Afters liegen die inneren Organe wie Herz, Leber, Magen, Darm, Schwimmblase, Nieren, Milz, Keimdrüsen und anderes. Der Schwanz, am After beginnend stellt das hintere Ende eines Fisches dar. Er leistet wichtige Dienste bei der Fortbewegung und steckt mit dem hinteren Teil der Wirbelsäule voller Muskelfasern. Der obere Teil des Fisches wird als rücken bezeichnet und ist meist deutlich dunkler gefärbt. Die untere seite, der Bauch, ist dagegen meist hell. Dies dient zur Tarnung der Fische.
Flossen und Flossenstellungen
Die Flossen sind die Merkmale eines Fisches. Auf dem Rücken befindliche Flossen nennt man Rückenflossen, die Flosse am Schwanz heißt Schwanzflosse. Die Flosse hinter dem After wird Afterflosse genannt, am Bauch und an der Brust 2 paarige Bauch- und Brustflossen. Alle Flossen sind für die Fortbewegung der Fische wichtig, die Schwanzflosse eines Fisches ist sehr wichtig denn sie dient zur Steuerung und unterstützen des Gleichgewichts der Fische. Die After und Rückenflosse dienen zur Stabilität, die Bauch und Brustflossen dienen zur Steuerung und zum Bremsen.
Körperformen
Die Körperform eines Fisches dient zur Bestimmung seines Lebensraumes und seiner Lebensweise oder auch seinem Ernährungszustand. Allgemein zeigen Fische einen stromlinienförmigen Körper, der im Wasser wenig Widerstand leisten kann. So zeigen die Fische die möglichst schnell und ausdauernd schwimmen können, meist einen spindel- oder Torpedoförmigen Körperbau. Einen hohen Rücken und dazu einen abgeplatteten Körper zeigt z.B der Brassen. Mit seinem Rüsselmaul ist er ein typischer Vertreter der Pflanzenzonen stehender und fließender Gewässer. Er nimmt seine Nahrung am Gewässergrund auf. er besitzt eine Hochrückige Körperfom, anders als bei einem Hecht der eine Pfeilform hat. Der Hecht ist so schneller und ein guter Jagd- und Raubfisch. Eine weitere Körperform ist die Schlangenform z.B beim Aal.
Maul- und Maulformen
Sind dienen zu:
- der unterscheidung von Fischen
- Hinweisen auf den Lebensraum
- den Rückschlüssen auf die Ernährungsweise
Das Fischmaul besteht in erster Linie aus Ober- und Unterkiefer. Enden bei einem Fisch der Ober- und Unterkiefer auf einer Höhe so nennt man das ein endständiges Maul, wie z.B bei Plötzen, Elritze, Schleie. Sie nehmen ihre Nahrung meist im Freiwasser auf. Von einem Oberständigen Maul sprechen wir bei Fsichen, deren Maulöffnung nach oben gerichtet ist. Der Unterkiefer ragt über dem Oberkiefer hinaus. Sie nehmen ihre Nahrung meist im freiwasser auf. Überragt der Oberkiefer den Unterkiefer hat der Fisch ein unterständiges Maul. Eine besondere Maulform weist der Karpfen oder der Brassen auf. Es kann nach vorn wie ein kurzer Rüssel herausgestreckt werden, daher die Bezeichnung Rüsselmaul.
Zähne
Zähne die bei Hecht oder Zander auftreten nennen wir Hundszähne. Im Maul eines Hechtes oder Welses ist an den oberen Zähne eine Vielzahl von kleinen Zähnen zu erkennen, diese nennt man Hechelzähne.
Barteln
Wels, Rutte, Dorsch, Karpfen oder Schleie tragen am Maul Barteln (Bartfäden). Anzahl, Anordnung oder Größe ist bei allen Fischen unterschiedlich. Barteln dienen den Fischen zum Schmecken und Abtasten des Bodens. Deshalb kann es nicht verwunderlich sein, wenn diese Organe häufig bei bodenständigen Fischen auftreten.
Anzahl der Barteln bei einigen Fischarten
Dorsch (1) Wels (6) Schleie (2) Quappe (1) Barbe (4) Bachschmerle (6) Karpfen (4) Schlammpeitzger (10)
Schuppen und Schleimhaut
Nicht alle Fische besitzen ein Schuppenkleid. Der Wels zum Beispiel besitzt kein Schuppenkleid. Aale haben sehr kleine Schuppen. Sie stecken wie in Taschen in der Lederhaut der Fische und sind mit einer lebenswichtigen Schleimschicht überzogen, die wiederum durch spezielle Schleimzellen ständig erneuert werden kann. Die Schleimhaut macht die Oberfläche des Fsiches im Wasser gleitfähig, außerdem schützt sie vor Bakterien und Schimmelpilzen. Ist die Schleim haut des Fisches verletzt, kann es zu einem qualvollen Tod führen. Schuppen sitzen unterschiedlich fest in der Lederhaut, sie können immer wieder nachwachsen. Schuppen werden eingeteilt in Kammschuppen und in Rundschuppen.